Donnerstag, 11. Dezember 2008

Mal wieder die Bodenplatte

Nachdem dieses Ding da ... die ... ähm ... Sauberkeitsschicht uns nun schon ein paar Tage beschäftigt hat und zwar ohne einen für uns erkennbaren weiteren Fortschritt, konnten wir am Wochenende bereits die Schalung für die eigentliche Bodenplatte entdecken. Da es ja im Moment überhaupt gar nicht mehr hell zu werden scheint und unser Besuch weihnachtsmarktbedingt erst am sehr späten Nachmittag stattfand, gibt es davon leider keine Photos. Interessanterweise sind nun auch schon die Umrisse der Außenmauern zu erkennen. Also bekommt man, da die einzelnen Häuser ja teilweise etwas versetzt angeordnet sind inzwischen auch schon einen Blick für die Aufteilung der immerhin 10 Häuser auf der Grundfläche. Ui, da kann nun wirklich nicht von einer großzügigen Grundrissdimensionierung gesprochen werden. Aber das war uns ja klar.

Vorgestern erhielten wir dann vom lieben Herrn Malz eine weitere Baufortschrittsdokumentation, die nebenstehend zeigt, dass es bis zur fertigen Bodenplatte nicht mehr weit sein kann. Nun aber zur großen Preisfrage, was bitte sind denn das für Schläuche, die da unter der Armierung verlegt wurden? Die Bodenplattenheizung? Durchlassrohre für den Kabelanschluss? ein unterirdisches Tunnelsystem für die Rohrpostkommunikation zwischen den Häusern? Na, wer weiß es????

Montag, 1. Dezember 2008

Acker-News

Auch wenn sich, vermutlich witterungsbedingt, an der Bodenplatte nichts getan hat, gibt es signifikante Fortschritte auf der Baustelle.


Mittlerweile wurde der Kran aufgestellt, der ja nun einmal die Grundvoraussetzung für einen wirkungsvollen Baustellenbetrieb ist. Außerdem wurde auf der Bodenaushub verschoben. Vermutlich um ausreichend Platz für das nun erforderliche Baumaterial zu schaffen.

Montag, 24. November 2008

Update - Bodenplatte

Tja, so ist das nun einmal, wenn Laien versuchen, sich den Baufortschritt herzuleiten. Am Ende fehlt dann die Präzision! Also besser mal mit Menschen gesprochen, die sich damit auskennen. Das, was wir am Samstag als Bodenplatte identifiziert hatten, war bei weitem noch keine Bodenplatte sondern allenfalls die Basis dafür. Genau genommen handelt es sich dabei lediglich um die Sauberkeitsschicht. Wer genau hinschaut, wird die PET-Folie erkennen können, die unter einer Schicht aus Magerbeton ( kein Scheiß jetzt: das heißt wirklich so und hat nix mit Magerquark zu tun sondern weist auf einen deutlich geringeren Zementanteil hin) wohl in erster Linie vor dem Grundwasser schützen soll. Jetzt wird die Bewehrung oder Armierung drauf gepackt und dann kann die Bodenplatte fertig gegossen werden. Na ja und ist ja schon der Kellerbau dran!

Sonntag, 23. November 2008

Ich sag's doch! Raumgefühl ... wir brauchen mehr Raumgefühl!

Wie hier unschwer zu erkennen ist, befinden wir uns mitten in der Küchenplanung. Und in Ermangelung echter Möbel müssen vorerst mal ein paar Umzugskartons als Dummies herhalten. Townhouse bedeute ja häufig großes auf kleiner Grundfläche zu arangieren. Und wie wir gestern festgestellt haben, wird unsere Idee des offen in der Mitte der Küche stehenden Herdes so nicht ganz so einfach realisierbar sein. dafür haben wir nach langwierigem Kartongeschiebe eine mindestens genau so eleganze Alternative gefunden ...

Samstag, 22. November 2008

Acker-News

Und jetzt ist trotz dieser gerade über das Land hereingefallenen sibirischen Kälte bereits die Bodenplatte (oder doch zumindest die unterste Bodenplattenschicht) fertig. Bin mal sehr gespannt, ob die Jungs dieses Tempo beibehalten, oder ob dieser ungewöhnlich frühe Wintereinbruch jetzt erst einmal einen vorübergehenden Baustopp zur Folge haben wird.

Dienstag, 18. November 2008

... Und es geht stetig weiter!


So, jetzt muss nur noch die bodenplatte rauf und dann kann der keller gebaut werden!

Samstag, 15. November 2008

Acker-News

Nach 2 Wochen Baubetrieb gibt es auf der Baustelle nun schon wirklich handfeste Ergebnisse zu sehen. Eine angenehme Begleiterscheinung: die eher misslungenen Klinkerfassaden sind erstmal dank der angehäuften Erdhügel nicht mehr zu sehen!


Und von wegen fertiggestelltes und geräumtes Entwicklungsgebiet. Das galt vermutlich nur für den Bereich bis maximal 1 Meter unter der Erdoberfläche. Hier kann man noch die Reste einiger Fundamente des alten Schlachthofs sehen. In dem Fall ein Glück, dass sich dieses Fundament genau am Rand der Baugrube befindet. Unser regelmäßige Spaziergang um die Baustelle zeigte aber, dass im Rahmen der Grabungsarbeiten schon noch das eine oder andere Fundamentfragment freigelegt wurde. Aber soweit wir das überblicken konnten, wurden bislang immer noch keine mumifizierten Rinderhälften oder sonstiger Sondermüll ausgegraben.

Inzwischen bekommt man ja auch ein ganz gutes Gefühl für die Dimensionen dieses Bauvorhabens. Dabei schwanke ich immer noch zwischen " waaas, das sollen 10 Meter sein?!" und "wow, ganz schön groß!"





Ich gehöre ja nun wirklich zu den wenige Bauexperten in diesem Land. Und als solcher sage ich mal: noch ein bis zwei Tage, dann dürften die Erdarbeiten abgeschlossen sein. Und dann ist auch schon die Bodenplatte dran. jetzt heißt es Daumen drücken, dass der Winter jetzt noch eine ganze Weile auf sich warten läßt. Immerhin, in sechs Wochen ist ja dann auch schon Weihnachten und wenn es dann auch schon mal den ersten Schnee gibt. Zur Erinnerung: Wenn der Keller fertiggebaut ist, dann muss die Isolierung angebracht werden. Und hierfür muss es trocken und vor allem frostfrei sein.

Und mittlerweile ist auch schon ganz ordentlich schweres Gerät aufgefahren worden.

Sonntag, 9. November 2008

Grundrisse


Wer schon immer mal schauen wollte, wie der Grundriss unseres Hauses gestaltet sein wird, der kann mal hier clicken und gucken.

Samstag, 8. November 2008

Das Erdloch


... Und binnen einer Woche ist der halbe Keller ausgehoben. Respekt!
Bei der Geschwindigkeit könnte es ja doch tatsächlich noch was werden mit der Fertigstellung des Kellers bevor der große Frost kommt!

Nicht schlecht, was da so aus dem Erdloch an Erdmasser herausgeholt wird. Und wie Birgit sehr aufmerksam festgestellt hat: Da regen glücklicherweise keine Knochen oder sonstige Tierkadaver aus dem Aushub.


Und hier bekommt Sarah eine ganz exklusive Baustellenführung.

Sonntag, 2. November 2008

Herzliche Einladung


Ihr lieben Angehörigen, Mitleser und Daumen-Drücker, wir freuen uns auch über Kommentare, Anregungen und Feedback in unserem Blog. Dafür einfach unter dem jeweiligen Beitrag auf 0 Kommentare" <-)

Wir haben bereits das Glas darauf erhoben, dass es endlich losgegangen ist


Samstag, 1. November 2008

Stau Paradoxon

Das ist irgendwie so wie im Stau. Eine Stunde stockender Verkehr ist weit weniger nervig als eine halbe Stunde Stau. Auch, wenn man am Ende gleich viel Zeit vertrödelt. Zumindest hat man das Gefühl, man käme dem Ziel minimal näher. Und so fühlt sich das ja jetzt auch an!

Freitag, 31. Oktober 2008

na endlich ... es geht los!


Wir waren schon relativ resigniert und kurz davor, einen ausgesprochen bösen Brief an die cds zu schicken. Vorher wollten wir aber noch ein letztes Mal zum Acker fahren, um zu nachzusehen, ob sich nicht vielleicht auf die letzten Oktobertage doch noch etwas getan hat.

Und siehe da... zwei Drittel des Baufeldes waren eingezäunt und ein ... hm ... ich nenn' ihn mal Tiefbohrer war laut und emsig am Werk. Da hat der Herr Siewert also Wort gehalten. "Im Oktober beginnen wir mit den Arbeiten" hat er mir gesagt ... und am 31. Oktober wurde aus unserem Acker tatsächlich eine Baustelle! Alle Achtung ... ich steh' da ja drauf wenn man sich auf jemanden verlassen kann.

Nun, ich bin ja kein so wirklicher Experte, aber was ich heute gesehen habe, würde ich mal wie folgt deuten: Zunächst werden zur Straße hin sogenannten Spundwände im Erdreich versenkt. Dann wird die Baugrube ausgehoben, um dann die Kellerbodenplatte zu gießen. Den Spundwänden dürfte wohl die Funktion zukommen, zu verhindern, dass das Erdreich in die Baugrube rutscht und die bereites fertig gestellte Straße gleich hinterher.

Glaubt man dem Verkehrsschild, geht es am Montag dann so richtig los!


Dort im Hintergrund liegen bereits die Stahlträger für die Spundwände bereit.

Hier kann man die Baustelleneinfahrt sehen. Die befindet sich ungefähr Auf Höhe der kleinen Seitenstraße, die unseren Garten vo der nächsten Häuserzeile abgrenzt. Somit bekommen wir auch gleich ein erstes Raumgefühl für die Dimensionen ... nicht gerade groß der Garten ...
So, und jetzt bitte keinen Scheiß machen, okay?! Hier wird ungefähr in Höhe unsere Eingangstür gebohrt ... also bitte ganz vorsichtig ja!

Montag, 20. Oktober 2008

schon mal der Kamin

Bis jetzt hat sich zwar auf dem Acker noch nicht so irre viel getan ... also eigentlich gar nix ... aber das hält uns ja noch lang nicht davon ab, weiter in die Detailplanung der Inneneinrichtung Gas zu geben.
Von Anfang an stand das Thema Kamin bei uns ja sehr weit oben auf der Agenda. Nachdem wir bei Kago (Ja, die von den Raststättenklos!) nicht wirklich fündig wurden, konnten wir uns bei Hark dann doch recht schnell auf ein passendes Model einigen. Et voila:

Nun stelle man sich den Kaminofen vor einer brombeerfarbenen Wand vor. Also ungefähr so:

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Oha ... na endlich mal was Kontroverses

Ein wenig langweilig war es ja beinahe schon, überall zu lesen wie wunderbar phantastisch, angesagt und unglaublich lohnenswert der "neue" Townhousetrend doch ist. So kann man etwa hier oder hier oder hier nachlesen, dass Townhouses wirklich der allerletzte städtebauliche Schrei sind und im Grunde jeder so etwas haben muss.

Hier wird nun besonders in den Kommentaren auch einmal etwas kontroverser (wenn auch nicht immer ganz sachlich) über das Für und das Wider dieses Trends diskutiert.

Im Kern geht es ja wohl darum, ob das was da in den jeweiligen Baugebieten entsteht auch zu dem Drumherum passen mag. Zugespitzt also eine Variation des ewig jungen Schlagers Ober- gegen Unterschicht.

Woher kommt die Diskussion? Hierzu muss man sich zunächst einmal anschauen, wo in Berlin bereits welche Townhouseprojekte realisiert sind. Natürlich kommt einem dabei ganz schnell das Ursprungsprojekt der neueren Berliner Townhouseentwicklung - die Friedrichswerder Townhouses - in den Sinn. Hier wurde explizit für eine ausgesprochen wohlhabende Klientel gebaut, allerdings entwickelte man dieses Projekt in eine eher aseptische Umgebung hinein, die mit ihren Anwaltskanzleien und Lobbyistenbüros kaum im Widerspruch zu den künftigen Bewohnern stehen dürfte. Etwas anders sieht das dann schon bei Projekten wie etwa den Puccini-Höfen den Prenzlauer Gärten oder der Fehrbelliner Mitte (letzeres wurde übrigens finanzkrisenbedingt gestoppt) aus. Diese Projekte wurden in der Regel für Brachflächen in der Nähe oder inmitten von Szenekiezen geplant und überwiegend mit dem USP der zusätzliche Sicherheit wie Concierge Service, Videokameras und bewachte Zugänge vermarktet. Hier findet ein Form von selbstgewählter Abschottung statt, die mitunter auch als freiwillige Ghettoisierung verstanden werden kann. Frei nach dem Motto: "Ich will schon am bunten innerstädischen Leben teilhaben, aber irgendwann will ich mich dann doch in mein geschütztes Townhouse-Idyll zurück ziehen ... und ihr anderen bleibt gefälligst draußen!" Und das Ganzen dann entweder in gefestigte etablierte Kiezstrukturen hinein oder - was vermutlich noch viel dramatischer ist - in Kieze hinein, die sich ohnehin in einem dynamischen Wandlungs- und Umschichtungsprozess befinden (Stichwort: Gentrifizierung) wo diese Projekte dann den sprichwörtlichen Tropfen darstellen, der das Fass zum Überlaufen bringen kann.

Und bei o.g. Beispielen reden wir über Ecken der Stadt, die auch ohne diese Projekte als Bürgerliches Milleu mit stark wachendem Yuppie-Anteil bezeichnen kann. Das muss man wissen, wenn man nun betrachtet, welche Assoziationen eine so gigantische Ansammlung unterschiedlichster Townhouseprojekte weckt auf einem Gebiet doppelt so groß wie alle oben genannten Gebiete zusammen und in einem Umfeld dem die Mediaspreeversenken- Bewegung entstammt.
Natürlich werden hier ganz andere Lebenskonzepte Einzug halten als man diese beispielsweise im angrenzenden Samariterkiez mit den besetzten Häusern kennt. Und natürlich wird der Grad der Kompatibilität nicht irre groß sein. Selbst die Hunde werden sich deutlich unterscheiden. Aber gleich die große Klassenkampfarie zu trällern ist dann doch etwas übertrieben. Wie wäre es denn statt dessen mal mit dem Konzept der friedlichen Koexistenz oder dem Konzept der Neugier?!

Sonntag, 12. Oktober 2008

Kabelanschluss ... es geht zumindest etwas weiter ...

Nachdem der für die kaufmännischen Angelegenheiten zuständige Prokurist der Bauträgergesellschaft (hatte ich eigentlich schon mal erwähnt, dass diese Anlage von der cds errichtet wird?) am Mittwoch nicht nur seine erschreckende technologische Fehlkompetenz "naja, ein Kabelanschluss ist ja mittlerweile technisch längst überholt" und " ach so, fürs Internet gibt es ja auch ganz andere Lösungen mit diesem DSL" demonstrierte sondern mir auch die Hoffnung nahm, dass da in Sachen Kabelanschluss noch irgendwas passieren könnte "sehen Sie, die Leitungen sind ja nun schon alle verbuddelt, und da wurde keine Kabelleitung verlegt und das wird dann auch nicht mehr passieren" erreichte uns am Donnerstag ein Brief von Kabel Deutschland.

Nun ja, von Format her hätte es auch ein neuerlich verschicktes Kabelanschlussantragsformular sein können. War es aber nicht und somit hielt ich zum ersten Mal den Beweis dafür in der Hand, dass Kabel Deutschland offensichtlich meine Schreiben nicht nur posteingangstechnisch verarbeitet sondern auch semantisch korrekt erschlossen hat.

Hier hieß es also: "Vielen Dank für ... " bla bla,bla und "Allerdings benötigen wir noch einige Informationen" aha, da bin ich jetzt aber mal gespannt ... ich wollte doch Informationen über die Ausbaupläne von Kabel Deutschland haben " in jedem Fall benötigen wir eine maßstabsgerechte (...) Fotokopie des Katasterauszuges..." so, so jetzt wollen die das aber ganz genau wissen. Und ich habe den leichten Verdacht, dass ich noch immer nicht viel dichter an die Lösung meines Problems gekommen bin. Irgendwie fühlt sich das ein wenig so an als wäre das Problem nun lediglich innerhalb der Organisation von Kabel Deutschland verschoben worden.

Ich muss jetzt also innerhalb der nächsten 14 Tage (bin mal gespannt was passieren würde, wenn ich diese Frist nicht einhalte - immerhin habe ich mehrfach auf den geplanten Einzugstermin im Juli 2009 hingewiesen) den beigefügten Fragebogen ausfüllen. Und hier wird detailliert etwa nach den Eigentumsverhältnissen oder der Bereitschaft, den Kabelgraben ggf. selst zu graben, gefragt. Für meine Begriffe etwas sehr schnell jetzt, da wir ja noch nicht einmal die Hausnummer kennen aber immerhin ein Anfang.

Hier merkt man allerdings wieder, wie schwerig es doch ist, wenn ein Unternehmen, selbst wenn es sich kommunikationsunternehmen nennt, in den Dialog mit seinen Kunden tritt.

Immerhin, das Instrument der Vorstandsmail scheint zu funktionieren!

Freitag, 10. Oktober 2008

Acker-News


Hier hat sich immer noch nichts getan. Aber innerhalb der nächsten 14 Tage soll es dann endlich losgehen. So jedenfalls die Aussage des Bauträgers.

Montag, 29. September 2008

Kartenupdate


Seit Wochen kurven ja nun schon die Google StreetView Autos durch unsere Stadt. Das finde ich im Grunde ja extrem aufregend, weil man sich dann schon mal vorab ein Bild davon machen kann wie es denn an einer bestimmten Adresse aussieht. Das ist im Urlaub toll ber das kann auch ganz praktisch sein, wenn man beispielsweise in einme Stadtteil verabredet ist, denn man noch so überhaupt gar nicht kennt. Aussehen tut das dann ungefähr so wie hier exemplarisch in New York am Washington Square.

Und da die Autos nun seit Wochen hier durch die Stradt gurken, hoffe ich mal, dass denen auch aufgefallen ist, dass sich die Stadt weiterentwickelt hat und Google an bestimmten Stellen auf ganz schön altes Kartenmaterial zurückgreift. Immerhin gibt es die Adresse "Zur Börse" mittlerweile schon auf www.stadtplandienst.de. Da sollte Google sich mal nicht lumpen lassen!!!


Stadtplandienste.de Screenshot aufgrund einer EV der Euro Cities AG entfernt.


Kabel und die lange Leitung

So ein Kabelanschluss ist schon eine feine Sache! Nicht nur, dass man sich dadurch Zugriff auf ein denkbar riesiges Fernsehangebot verschafft, nein seit geraumer Zeit werden Kabelanschlüsse mit einer sogenannten Rückkanalfähigkeit ausgestattet, was zu schier unbegreiflichen Bandbreiten in der Internetversorgung führt. Besonders spannend sind hier neben stattlicher Downloadbandbreite die enormen Uploadbandbreiten neben denen sich herkömmliche DSL-Uploads ausmachen wie - sagen wir mal - ein TATA Nano gegen einen Lamborghini. Zudem erpart man sich auch noch die Installation einer Satelitenschüssel, die in jeglicher Bauform eine Beleidigung für das Auge ist.

Nun ist wie so oft im Leben Kabelanschluss nicht gleich Kabelanschluss. Und in meinen Augen hat von den in Berlin agierenden Anbietern Kabel Deutschland in Sachen Preis/Leistung die Nase vorn. Insbesonder bei der Leistung wird hier mit 32 Mbit/s up und 2 Mbit/s down wirklich nicht gespart. Was liegt also näher als sofort schon mal den High-value-super-premium Anschluss zu bestellen ... und zwar mit allem was dazu gehört? Richtig: Zuerst heißt es mal den Verfügbarkeitscheck zu bestehen!

Blöd allerdings, wenn man noch nicht einmal die eigene Adresse genau kennt und blöd auch, wenn der Verfügbarkeitscheck auch keine Adressen in der Nachbarschaft (die definitiv schon existieren) kennt! Dann ist klar, hier stimmt was nicht und alles wird viel komlizierter als gedacht.

Mein erster Versuch, quasi zum warm werden, führte mich über das Kontaktformular auf der Kabel Deutschland Website. Sinngemäß fragte ich höflich an, wann denn in diesem Entwicklungsgebiet mit der Versorgung durch Kabel Deutschland zu rechnen sei.
Nachdem einige Wochen (erwartungsgemäß) nichts passierte, erhielt ich einen großen braunen Umschlag mit viel Werbematerial dem ich entnehmen konnte wie toll Kabel Deutschland sei (wusste ich schon) und verschiedenen Antragsformularen (brauchte ich noch nicht). Jedoch nicht mal mit dem Hauch einer Bezugnahme auf mein eigentlich recht deutlich formuliertes Problem.
Also auf zur nächsten Eskalationsstufe. Da gibt es eine schöne Online Chat Funktion auf der Website. Und so etwas finde ich ja immer gleich ganz toll und das ist ja auch viel direkter als ein Kontaktformular ergo muss ich sowas ja schon von berufswegen mal aussprobieren. Die Ernüchterung folgte allerdings stehenden Fußes. Die freundliche Dame informierte mich darüber, dass im Gebiet des Alten Schlachthofes keine Netzversorgung möglich wäre (wusste ich schon) und für die Ausbaupläne müsste ich schon die Hotline anrufen.
Na gut also beherzt zum Telefonhörer gegriffen. Die erste Dame erklärte mir, dass in diesem Gebiet zur Zeit keine Versorgung möglich wäre (wusste ich schon) und dass ich mit meinem Anliegen überhaut völlig flasch bei Ihr sei. Ich müsste in der Telefonanlage (sie meinte die IVR also die elektrionische Sprachnavigation, die nur erfunden wurde, um aus ganz normalen Kunden wütende und unbeherrschte Irre zu machen) erst die 2 und dann die 1 drücken. Verbinden könne sie mich nicht aber trotzdem wünsche sie mir noch einen tollen Tag. Na mal schauen ...
Nach der 1 und der 2 wurde mir erklärt, dass dort, wo ich hin will, keine Versorgung existiert (wusste ich schon) und dass ich bei dieser Dame ebenfalls völlig falsch wäre. Nur mit der 1 und der 1 käme ich einer Beantwortung meiner Frage näher. Verbinden könne sie mich allerdings auch nicht.
Naaaa gut, einmal noch: Erst die 1 dann die 1 und ... ich erfuhr, dass im Alten Schlachthof noch keine Versorgung möglich ist (äh ... wusste ich schon) und dann wurde ich von der forschen Dame gefragt, woher sie denn um alles in der Welt wissen solle, wann was wo angeschlossen würde?! Auf meinen Hinweise, das nicht ich mir das ausgedacht sondern Ihre Kollegen Ihr das eingebrockt hätten, bat sie mich doch mal einen Moment in der Leitung zu bleiben. Machte ich doch gerne, kostet ja auch nur günstige 14 Cent die Minute. Ich stellte mir gerade eine riesige Call Center interne Keilerei vor als mir nach wenigen Sekunden, viel zu kurz für fliegende Fäuste, beschieden wurde, dass mir wirklich niemand bei Kabel Deutschland weiterhelfen könne und ich doch bitte einmal bei der Stadt Berlin nachfragen solle. Auf meine Frage wo es denn da am erfolgversprechendsten wäre, da die Stadt Berlin ja recht groß sei und ob ich direkt an den regierenden Bürgermeister heran treten solle bekam ich die Antwort: Ja, das wäre wohl am besten! Für mich war das Telefonat dann beendet - man soll ja schließlich aufhören, wenn es am schönsten ist.

Also zündete ich meine letzte Eskalationsstufe. Die Vorstandsmail. In jedem halbwegs gut durchorganisierten Laden gibt es ein ganz mächtiges Instrument um möglichst schnell eine möglichst kompetente Antwort zu bekommen - die sogenannte Vorstandsmail oder je nach Rechtsform auf die Geschäftsführungsmail. Getreu dem Motto, wende Dich immer zuerst nach ganz oben ... Du wirst schon von alleine runter gereicht. Also machte ich das auch:

Sehr geehrter Herr Dr. Adrian von Hammerstein,

nach einer frustrierenden halben Stunde in den Untiefen Ihrer IVR-gesteuerten Call Center Landschaft hoffe ich nun, dass wenigstens Sie mir auf eine recht einfache Frage eine ebenso einfache Antwort geben können. Ihre Mitarbeiter waren dazu bislang nicht in der Lage, schlimmer noch, mir konnte noch nicht einmal ein kompetenter Ansprechpartner in Ihrem Unternehmen hierfür benannt werden.

Nun zu meiner Frage: Ich habe eine Immobilie im Entwicklungsgebiet "Alter Schlachthof" in Berlin Prenzlauer Berg erworben. Die Fertigstellung dieses Bauvorhabens ist für Juni 2009 vorgesehen. Bereits jetzt sind in diesem Gebiet zahlreiche Bauvorhaben fertig gestellt. Zur Zeit ist in diesem innerstädtischen Entwicklungsgebiet (mit geplanten 800 bis 1000 Wohneinheiten) laut Versorgungscheck auf Ihrer Homepage kein Kabelanschluss von Kabel Deutschland verfügbar. Ich wüsste jetzt gern, ob sich daran bis zum Sommer des kommenden Jahres etwas ändert. Haben Sie also vor, dieses Gebiet zu erschließen?

Sollten Sie selbst eine derartige Detailfrage nicht beantworten können, so bin ich doch sehr zuversichtlich, dass Sie, anders als Ihre Kolleginnen an der Hotline, einen auskunftsfähigen Mitarbeiter in Ihrer Organisation kennen, der sich der Beantwortung dieser Frage annehmen kann.

Bitte sehen Sie davon ab, mir, wie bei meiner letzten diesbezüglichen E-Mail Anfrage über Ihr Kontakformular, umfangreiche Antragsformulare zu schicken. Diese sind für mich zum jetzigen Zeitpunkt wirklich nicht hilfreich!

Für Ihre Mühe bedanke ich mich schon vorab und verbleibe mit freundlichen Grüßen,

Jetzt muss ich nur noch die richtige Mailadresse herausfinden. gescheftsfuehrung(at) oder gf(at) funktionieren schon mal nicht. Jetzt werde ich mal mit adrian.hammerstein(at) versuchen und die Leiterin der Unternehmenskommunikation in cc setzen. das sollte wohl mal funktionieren. Bin sehr gespannt ...

Freitag, 26. September 2008

Warum eigentlich Alter Schlachthof?

Im Grunde geht das ganze Schlachthoftgedöns hier auf den guten alten Rudolf Virchow zurück. Der war ja nicht nur Arzt sondern auch Stadtverordneter. Und der hat schon ziemlich früh, nämlich um 1864 herum, festgestellt, das die Hygiene in den traditionellen "Wursthöfen" stark zu wünsche übrig ließ. Und da der Bedarf an Fleischwaren in dieser rasant wachsenden Stadt wohl deutlich zunehmen dürfte, war klar, dass hier mal akuter Handlungsbedarf bestünde. Denn mangelhafte Hygiene, unzureichende Kontrollen, dezentrale Produktion und wachsender Fleischbedarf ... das waren in dieser Kombination eher besorgniserregende Rahmenbedingungen, insbesondere wenn man sich, so wie der alte Virchow, die Volksgesundheit auf die Fahnen geschrieben hat.
Die Lösung lag dann eigentlich auch auf der Hand: Die Entwicklung eines zentralen Areals auf dem Viehmarkt und Schlachthaus miteinander kombiniert wurden. Bis dieser Plan jedoch realisiert wurde, vergingen nochmal schlappe 13 Jahre. Die gingen natürlich nicht allein für die Bauzeit drauf ... nein, der Berliner debattiert halt gern und immerhin war damit ja auch eine fundamentale Umwälzung in der - ich nenn' sie mal so - Wurstbranche verbunden. Immerhin gab es um 1875 etwa 800 Schlachthäuser in und um Berlin. Das alles zu zentralisieren war weder einfach noch ohne Geschrei der Lobbyisten möglich.


Nachdem das durch war, musste ja dann auch noch eine geeignete Immobilie gefunden werden. So ein Viehhof stinkt nun mal, also sollte das ganz nicht zu innerstädtisch sein aber eben auch nicht zu weit draußen. Und das vor dem Hintergrund eines ungekannten Wachstums bei dem man eh nicht wirklich wusste, in wie viel Jahren Stadtrand schon wieder Innenstadt sein würde. Schlußendlich fand man, nachdem man auch Flächen in Moabit und Rummelsburg geprüft hatte einen Flecken in der Landmarkt Lichtenberg, den man 1878 noch schnell in die Stadt Berlin einegmeindete. Man stelle sich das mal vor... damal gehörte das , was wir hier immer wieder als Acker bezeichnen noch nicht einmal zu Berlin! Jedenfalls gings dann aber richtig los ... nach den Hygieneideen von Rudolf Virchow und den Entwürfen von Hermann Blankenstein entstand der Central- Vieh und Schlachthof an der Landsberger Allee. Und weil der Berliner gern Klotz anstatt zu kleckern wurden hier nicht nur Tiere gehandelt und geschlachtet, nein hier wurde auch gleich die komplette Infrastruktur für die gesamte Verwertungskette geschaffen. Also entstand hier eine Kaldaunenwäsche, eine Darmschleimerei, eine Talgschmelze, sowie eine zur Lederfabrik gehörende Häute-Salzerei und -trocknerei, eine blutverarbeitende Albuminfabrik sowie ein separater Gleisanschluss um das Zeug dann auch noch unters Volk zu bringen.
Und wie immer ist das ganze hier bei Wikipedia noch viel detailreicher nach zu lesen.

Die Nachbarschaft nimmt langsam Gestalt an